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Pfingstlager bei strahlendem Sonnenschein

(ra) Drei Tage Pfingstlager bei bestem Wetter und mit viel Action vom Samstagmorgen bis Montagabend standen auf dem Plan. Lagerleiterin Eveline König hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt – mit dem Besuch des Adler-Cups in Aarau, einer Lagerolympiade sowie viel Zeit auf und im Wasser.

Bereits am Freitagabend wurden auf dem Campingplatz in Kaiseraugst direkt am Rheinufer drei grosse Zelte aufgeschlagen. In den Bäumen am Ufer hatten sich zudem einige Storchenfamilien in ihren Nestern einquartiert. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Die Störche würden unsere Zelte bis Montag noch auf ganz eigene Weise dekorieren.

Zwölf Jungfahrer nahmen am diesjährigen Pfingstlager auf dem Campingplatz in Kaiseraugst teil. Insgesamt neun Aktive kümmerten sich während der drei Tage abwechslungsweise um unsere Jungmannschaft, sodass immer eine Gruppe von 18 bis 20 Teilnehmenden beisammen war.

Am Samstag fuhren wir frühmorgens mit einem Motorboot und zwei Weidlingen von unserer Schiffsanbindestelle beim Vereinshaus in Rheinfelden rund 8km flussabwärts nach Kaiseraugst zum Campingplatz. Kaum waren die Zelte bezogen, ging es bereits mit dem Kleinbus weiter zum Wettfahren nach Aarau. Um 12.15 Uhr starteten fünf Weidlinge in der Kategorie I, am Nachmittag folgten drei weitere in der Kategorie II. Nach der Rangverkündigung ging es mit einem Kranzresultat zurück nach Kaiseraugst.

Den Sonntag verbrachten wir mit Rudern, Schwimmen und Motorbootfahren auf dem Rhein. Am Abend grillierten wir beim Amphitheater von Augusta Raurica und am Montagabend legten schliesslich alle müde, aber zufrieden wieder beim Vereinshaus an. Nun mussten nur noch die Zelte von den Hinterlassenschaften der Störche befreit werden.

Dank der Migros-Aktion «Support my Camp» kamen über 1’100 Franken an Sponsoringgeldern zusammen. Dieser Zustupf floss natürlich nicht vollständig ins Pfingstlager, ermöglichte uns an den heissen Tagen aber die eine oder andere Glacé. Dafür bedanken wir uns herzlich bei allen, die uns mit ihrer Unterstützung geholfen haben.

Das Pfingstlager 2026 war ein rundum gelungener Anlass. Die Vorfreude auf das nächste Lager ist bereits gross!

Kranz am Adler-Cup in Aarau

(ra) Bereits zum sechsten Mal veranstaltete der Pontonierfahrverein Aarau am letzten Samstag den alle drei Jahre stattfindenden Adler-Cup, ein Wettfahren direkt auf ihrem Trainingsgelände oberhalb der ehemaligen Aarauer Kettenbrücke. Die Rheinfelder Pontoniere konnten einen Kranz in der Kategorie C erzielen!

Bei herrlichem Wetter und besten Wettkampfbedingungen nahmen 24 Mitglieder der Sektion Rheinfelden aufgeteilt in 4 Boote und 9 Weidlinge am zweiten Wettfahren der Saison teil. Der Grossteil des Vereins kam direkt aus dem parallel stattfindenden Pfingstlager vom Campingplatz in Kaiseraugst nach Aarau.

Durch den relativ niedrigen Wasserstand der Aare waren die Strömungsverhältnisse gut zu meistern. Die Schlüsselstellen lagen beim Einfahren in die Brückenlinie und beim Umfahren des Brückenpfeilers der ehemaligen Aarauer Kettenbrücke, welche vor rund fünf Jahren durch einen Neubau ersetzt wurde, den Pont Neuf. Den ganzen Tag über herrschten für alle rund 500 Wettkampfteilnehmer gleichbleibende Bedingungen.

Mit dem hervorragenden 20. Rang mit 167.2 Punkten erreichten Roman Oswald und Martin Wyss bei den Aktiven der Kategorie C ein Glanzresultat und sicherten sich nach langer Durststrecke wieder mal eine der begehrten Kranzauszeichnungen. Dafür braucht es eine perfekte Nullfehler-Runde und Topzeiten in den einzelnen Streckenabschnitten. Die Rangierungen der restlichen Rheinfelder Pontoniere fielen unterschiedlich aus: In der Kategorie C erreichten Hannes Oberholzer und Roman Ackeret Rang 75, Christian Schneider und Stephan Wiekert Rang 89 sowie Stefan Baumgartner und Nicolas von Weymarn Rang 105. Bei den Jungpontonieren belegten in Kategorie II Nils Wunderlin und Paul Hatalla Rang 24 und als Doppelstarter erzielte Nils Wunderlin mit Áron Krokos 155.1 Punkte, in Kategorie III kamen Timo Wiekert und Noé Fäs auf Rang 19. In der Frauenkategorie FII klassierten sich Lena Wiekert und Nóra Krokos auf Rang 7, und in der Kategorie F erreichten Tatjana Tschudin und Evelyne König Rang 21. Bei den Jüngsten der Kategorie I waren mehrere Rheinfelder Fahrerpaare am Start, angeführt von Juri Wunderlin und Jasper Koenig auf Rang 30 vor Yoan Voth und Jamie Derrer auf Rang 35 sowie Julian Schilling und Michael Blättler auf Rang 38. Als Doppelstarter fehlten Ethan Hatalla zusammen mit Yoan Voth am Ende nur 0.7 Punkte für eine Kranzauszeichnung.

Talfahrt bei bewölktem Himmel

(ra) Bewölktes, aber trockenes Wetter begleitete die Rheinfelder Pontoniere auf ihrer diesjährigen Talfahrt von Brugg nach Rheinfelden. Bei angenehmen Temperaturen von bis zu 15 °C und nur wenig Wind herrschten gute Bedingungen für den Start in die neue Rudersaison.

Wie jedes Jahr im März transportierten die Pontoniere am letzten Samstag ihre Boote vom Winterquartier im Zeughaus Brugg auf dem Wasserweg zum Vereinshaus nach Rheinfelden. Insgesamt 19 Vereinsmitglieder nahmen an der rund 60 Kilometer langen Talfahrt teil, darunter sechs Jungpontoniere. Mit zwei Übersetzbooten und einem Weidling machten sich die Teilnehmenden frühmorgens bereit für die Fahrt.

Sieben Flusskraftwerke und rund 70 Höhenmeter galt es auf Aare und Rhein zu überwinden. Die Strömung zeigte sich aufgrund des relativ niedrigen Wasserstandes eher schwach, weshalb die Boote stellenweise mit Unterstützung eines Aussenbordmotors geschleppt werden mussten, um den Zeitplan einhalten zu können.

Trotz der Länge der Fahrt und der körperlichen Anstrengung herrschte an Bord durchgehend gute Stimmung. Die ruhigen Wetterverhältnisse sorgten für eine angenehme und sichere Fahrt und machten die Talfahrt zu einem gelungenen Auftakt in die neue Saison.

Unterwegs legten die Rheinfelder Pontoniere einen kurzen Zwischenstopp bei ihren Pontonierkameraden in Wallbach ein. Die Wallbacher Pontoniere befinden sich derzeit mitten in den Vorbereitungsarbeiten für die Austragung der Schweizermeisterschaft, die vom 19. bis 21. Juni 2026 auf ihrem Trainingsgelände stattfinden wird. Nach der kurzen Pause mussten anschliessend noch die beiden letzten Flusskraftwerke Möhlin‑Ryburg und Rheinfelden überwunden werden.

Kurz vor 19:00 Uhr legten wir müde, aber zufrieden bei unserem Vereinshaus am Rheinweg in Rheinfelden an. Nach dem Versorgen der Boote blickten alle Teilnehmenden auf einen erfolgreichen Tag zurück, wohl wissend, dass sich der eine oder andere Muskelkater am nächsten Tag bemerkbar machen würde. Die Pontoniere Rheinfelden freuen sich auf die bevorstehende Saison. Die Trainings finden jeweils montags und mittwochs um 18:30 Uhr statt. Interessierte sind herzlich willkommen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website www.pfvr.ch

Vereinsreise der Rheinfelder Pontoniere nach Porto

Acht Jahre nach der letzten Vereinsreise durften wir im September 2025 für vier Tage die malerische Küstenstadt Porto besuchen. Vom 18. bis 21. September begaben sich 25 Vereinsmitglieder mit ihren Partnerinnen und Partnern auf eine Reise, die unerwartet turbulent begann, aber unvergesslich endete.

Am Mittwochabend, kurz vor einer der letzten Fahrübungen der Saison, erhielten die Teilnehmenden eine SMS von easyJet mit der Information, dass der morgige Flug vom EuroAirport Basel nach Porto aufgrund eines Generalstreiks in Frankreich gestrichen worden sei. Auf die Organisatorinnen Tatjana Tschudin und Frederike Müskens wartete nach dem Abendessen im Vereinshaus viel hektische Arbeit: telefonieren, recherchieren, umbuchen. Unterstützt durch den halben Vorstand wurde bis spät in die Nacht nach Lösungen gesucht. Schliesslich konnten wir auf drei verschiedene Flüge verteilt werden, sodass alle im Laufe des Donnerstags via Zürich in Porto eintrafen.

Nach der Ankunft führte uns die Metro ins Zentrum zum Hotel. Statt klassischer Hotelzimmer erwarteten uns moderne Apartment‑Studios mit Küche und viel Komfort. Eine charmante Besonderheit: Das Frühstück wurde morgens auf kleinen Tabletts direkt ins Zimmer geliefert – ein ungewohntes, aber liebevolles Detail.

Nach dem Einzug nutzten einige von uns die Garten-Bar im Innenhof des Hotels zum Ausklingen bis spät in die Nacht.

Der Freitag begann mit dem gemütlichen Frühstück im Apartment. Anschliessend ging es ins Zentrum zur geführten Stadttour. Je ein deutsch- und ein englischsprachiger Tourguide zeigten uns Portos historische Gassen, farbenfrohe Häuserzeilen, bedeutende Kirchen und Brücken mit eindrucksvollen Aussichten auf die Altstadt und den Fluss «Douro».

Nach dem gemeinsamen Mittagessen stand der Nachmittag zur freien Verfügung. Viele nutzten die Zeit für einen Besuch der berühmten Bücherei «Livraria Lello» – dank vorab online gebuchter Tickets ohne langem Schlangestehen. Die kunstvolle Holztreppe, die farbigen Glasfenster und der literarische Charme der Buchhandlung verzauberten uns.

Der Samstagvormittag bot Zeit für individuelle Entdeckungen. Am Nachmittag folgte ein Besuch des Sandeman‑Portweinkellers, wo wir mehr über die Herstellung, Geschichte und Lagerung des Portweins erfuhren – begleitet von einer Degustation in historischen Gewölben.

Früher wurden die schweren Portweinfässer mit typischen «Rabelo» Holzbooten vom Douro‑Tal zu den Weinkellern nach Porto transportiert. Diese flach gebauten Boote waren über Jahrhunderte das einzige sichere Transportmittel auf dem damals noch wilden Fluss «Douro».

Am Abend erlebten wir den Höhepunkt der Reise: eine dreistündige Dinner‑Kreuzfahrt auf einem Rabelo‑Boot. Während der Sonnenuntergang den Douro in goldenes Licht tauchte, genossen die Teilnehmenden ein feines Essen und die eindrucksvolle Atmosphäre mit stimmungsvoller Musik zwischen imposanten Brücken und den glitzernden Lichtern der Stadt.

Am letzten Tag ging es mit der Metro zum Sandstrand nach «Matosinhos» an die Atlantikküste.

In einem Strandrestaurant genossen wir den Abschluss der Reise bei salziger Meeresluft und einem feinen Mittagessen. Einige Mutige wagten sich sogar in das 18 °C kühle Meer – zwischen Wellen und Surfern. Am Nachmittag brachte die Metro alle zum Flughafen und wenig später zurück nach Basel.

Ein besonderer Dank gilt unseren beiden Organisatorinnen Frederike und Tatj, die mit enormem Einsatz und Flexibilität dafür sorgten, dass selbst unerwartete Hürden souverän gemeistert wurden und dass wir unsere Vereinsreise 2025 noch lange in guter Erinnerung behalten werden.

Wenn jede Sekunde zählt

(ra) Nach tragischen Vorfällen in anderen Vereinen haben die Rheinfelder Pontoniere die Initiative ergriffen und einen eigenen Defibrillator angeschafft. Das lebensrettende Gerät wurde am Vereinshaus am Rheinweg installiert und steht damit jedem im Notfall zur Verfügung.

Zum Anfang und zum Ende der Saison 2024 führten zwei tragische Vorfälle bei anderen Pontoniervereinen dazu, dass sich der Vorstand der Rheinfelder Pontoniere intensiv mit dem Thema «Defibrillator» auseinanderzusetzen begann. An der Generalversammlung 2025 wurde dem Verein vom Präsidenten Christian Schneider ein Konzept dazu vorgelegt. Die Mitglieder beschlossen dann an der Frühjahresversammlung einstimmig, einen Defibrillator zu beschaffen. Die Anlage solle aussen am Vereinshaus angebracht werden, damit auch die Öffentlichkeit im Notfall das lebensrettende Hilfsmittel einsetzen könne – rund um die Uhr, frei zugänglich für alle. Gerade der Rheinweg und das Rheinufer wird täglich von vielen Menschen genutzt – Spaziergänger/innen, Sportler/innen und Familien. Umso wichtiger ist, dass schnelle Hilfe in unmittelbarer Nähe verfügbar ist. Bei einem akuten Notfall während des Trainings auf dem Rhein zählt jede Sekunde, bis die betroffene Person an Land gebracht werden kann. Wertvolle Minuten würden verstreichen, bis der nächstgelegene Defibrillator herbeigeschafft werden könnte, der rund 1,5 Kilometer vom Trainingsgelände entfernt stationiert ist. Pro Minute Kammerflimmern sinkt die Überlebenschance des Patienten nämlich um 10 Prozent. Nach drei Minuten ist mit bleibenden Schäden durch Sauerstoffmangel zu rechnen. Die richtigen Massnahmen zu treffen und die korrekte Bedienung des Defibrillators sicherzustellen, ist also entscheidend. Darum hat der Vorstand beschlossen, zusammen mit der Beschaffung des Defis, den Vereinsmitgliedern den Besuch eines BLS-AED-Nothilfekurses zu ermöglichen, falls diese beim Arbeitgeber oder in ausserdienstlichen Tätigkeiten (z. B. Feuerwehr) keine regelmässigen Auffrischungskurse besuchen können. BLS steht für «Basic Life Support» und AED bedeutet «automatisierter externer Defibrillator». Ein AED ist ein tragbares, automatisiertes Gerät, das den Herzrhythmus analysiert und bei bestimmten Kreislaufproblemen einen elektrischen Schock abgeben kann, um den normalen Herzschlag-Rhythmus wiederherzustellen. Es führt den Anwender mittels einfacher Sprachanweisungen durch den Prozess und ist auch für Laien bedienbar. Mit einem AED erhöhen sich die Überlebenschancen nach einem Herz-Kreislaufstillstand deutlich. Aber der erfolgreiche Einsatz eines AED steht und fällt mit der richtigen Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Die Rheinfelder Pontoniere haben sich für denselben Defibrillator-Typ entschieden, den auch die Stadt Rheinfelden einsetzt. Der Defi wird in einem Stahlkasten aufbewahrt, welcher mit einem Stromanschluss an der Aussenseite des Vereinshauses angebracht wurde. Der Wandkasten verfügt über einen optischen und akustischen Alarm, eine Nachtbeleuchtung, einen Ventilator zur Kühlung im Sommer und eine Heizung bei niedrigen Aussentemperaturen (bis -20°C).

In der Schweiz gibt es mittlerweile über 15’000 Defibrillatoren. Auf www.defikarte.ch kann sich jeder informieren, wo der nächstgelegene Defibrillator zu finden ist.

Vereinspräsident Christian Schneider mit dem Defibrillator vor dem Vereinshaus. Foto: Roman Ackeret
Vereinspräsident Christian Schneider mit dem Defibrillator vor dem Vereinshaus. Foto: Roman Ackeret