Vereinsreise der Rheinfelder Pontoniere nach Porto
Acht Jahre nach der letzten Vereinsreise durften wir im September 2025 für vier Tage die malerische Küstenstadt Porto besuchen. Vom 18. bis 21. September begaben sich 25 Vereinsmitglieder mit ihren Partnerinnen und Partnern auf eine Reise, die unerwartet turbulent begann, aber unvergesslich endete.
Am Mittwochabend, kurz vor einer der letzten Fahrübungen der Saison, erhielten die Teilnehmenden eine SMS von easyJet mit der Information, dass der morgige Flug vom EuroAirport Basel nach Porto aufgrund eines Generalstreiks in Frankreich gestrichen worden sei. Auf die Organisatorinnen Tatjana Tschudin und Frederike Müskens wartete nach dem Abendessen im Vereinshaus viel hektische Arbeit: telefonieren, recherchieren, umbuchen. Unterstützt durch den halben Vorstand wurde bis spät in die Nacht nach Lösungen gesucht. Schliesslich konnten wir auf drei verschiedene Flüge verteilt werden, sodass alle im Laufe des Donnerstags via Zürich in Porto eintrafen.
Nach der Ankunft führte uns die Metro ins Zentrum zum Hotel. Statt klassischer Hotelzimmer erwarteten uns moderne Apartment‑Studios mit Küche und viel Komfort. Eine charmante Besonderheit: Das Frühstück wurde morgens auf kleinen Tabletts direkt ins Zimmer geliefert – ein ungewohntes, aber liebevolles Detail.
Nach dem Einzug nutzten einige von uns die Garten-Bar im Innenhof des Hotels zum Ausklingen bis spät in die Nacht.
Der Freitag begann mit dem gemütlichen Frühstück im Apartment. Anschliessend ging es ins Zentrum zur geführten Stadttour. Je ein deutsch- und ein englischsprachiger Tourguide zeigten uns Portos historische Gassen, farbenfrohe Häuserzeilen, bedeutende Kirchen und Brücken mit eindrucksvollen Aussichten auf die Altstadt und den Fluss «Douro».

Nach dem gemeinsamen Mittagessen stand der Nachmittag zur freien Verfügung. Viele nutzten die Zeit für einen Besuch der berühmten Bücherei «Livraria Lello» – dank vorab online gebuchter Tickets ohne langem Schlangestehen. Die kunstvolle Holztreppe, die farbigen Glasfenster und der literarische Charme der Buchhandlung verzauberten uns.

Der Samstagvormittag bot Zeit für individuelle Entdeckungen. Am Nachmittag folgte ein Besuch des Sandeman‑Portweinkellers, wo wir mehr über die Herstellung, Geschichte und Lagerung des Portweins erfuhren – begleitet von einer Degustation in historischen Gewölben.
Früher wurden die schweren Portweinfässer mit typischen «Rabelo» Holzbooten vom Douro‑Tal zu den Weinkellern nach Porto transportiert. Diese flach gebauten Boote waren über Jahrhunderte das einzige sichere Transportmittel auf dem damals noch wilden Fluss «Douro».

Am Abend erlebten wir den Höhepunkt der Reise: eine dreistündige Dinner‑Kreuzfahrt auf einem Rabelo‑Boot. Während der Sonnenuntergang den Douro in goldenes Licht tauchte, genossen die Teilnehmenden ein feines Essen und die eindrucksvolle Atmosphäre mit stimmungsvoller Musik zwischen imposanten Brücken und den glitzernden Lichtern der Stadt.

Am letzten Tag ging es mit der Metro zum Sandstrand nach «Matosinhos» an die Atlantikküste.
In einem Strandrestaurant genossen wir den Abschluss der Reise bei salziger Meeresluft und einem feinen Mittagessen. Einige Mutige wagten sich sogar in das 18 °C kühle Meer – zwischen Wellen und Surfern. Am Nachmittag brachte die Metro alle zum Flughafen und wenig später zurück nach Basel.

Ein besonderer Dank gilt unseren beiden Organisatorinnen Frederike und Tatj, die mit enormem Einsatz und Flexibilität dafür sorgten, dass selbst unerwartete Hürden souverän gemeistert wurden und dass wir unsere Vereinsreise 2025 noch lange in guter Erinnerung behalten werden.
