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Das Pontonierunglück bei Trübbach 1956 Die Fernfahrt der Rheinfelder Pontoniere von Chur bis Rheinfelden
(Auszug aus der <Volkstimme aus dem Fricktal> vom 19. Juli 1956) <Donnerstags morgens 07.59 Uhr, traten die Rheinfelder Pontoniere, 32 Mann, ihre vorgesehene viertägige Reisetour nach Chur an, nachdem der
Ponton schon am 14. Juli vorausgeschickt wurde. Nach allen Vorarbeiten, Ponton ausladen, an den Rhein transportieren, werden sie in der Kaserne übernachten. Freitag 20. Juli, 04.00 Uhr Tagwacht, Morgenessen, 06.00 Uhr
Abfahrt per Dreiteiler-Ponton Richtung Bodensee. Wir wünschen unseren Pontonieren zu ihrem grossen Unternehmen eine recht glückliche Fahrt und erwarten sie wohlbehalten am nächsten Sonntag, abends um 19.00 Uhr, am
Burgstell.>Offizielle polizeiliche Mitteilung St. Gallen, 21. Juli. Das Polizeikommando St. Gallen teilt mit: Am 20. Juli führte der Pontonierfahrverein Rheinfelden eine Talfahrt auf dem Rhein als
ausserdienstliche Übung von Chur Richtung Bodensee aus. Dem Verein stand hierzu ein Dreiteilerholzponton zu Verfügung. Die 30 Pontoniere unterstanden einem gewässerkundigen Fahrchef und begannen ihre Fahrt am frühen
Morgen. Bei günstigem Wasserstand gelangte der Ponton ohne Schwierigkeiten bis in die Gegend von Trübbach. Eine unvorhergesehene Teilung der Strömung oberhalb der Brücke Trübbach - Balzers verlangte eine entsprechende
Wendung, welche aber zufolge der grossen Wassergeschwindigkeit nicht mehr zu Ende geführt werden konnte, so dass das Fahrzeug durch die Strömung direkt gegen einen Pfeiler getrieben wurde. Der Aufprall des Holzpontons
war so heftig, dass das Schiff in zwei Teile auseinanderbarst. Augenblicklich fielen alle Pontoniere ins kalte, reissende und trübe Wasser. Ein Teil der Kameraden konnten sich aus eigenen Kräften ans Ufer retten, andere
wurden durch die Strömung bis zu 2 km unterhalb der Unglücksstelle flussabwärts getrieben. Sofort alarmierte Hilfskräfte konnten - unter Einsatz ihres Lebens - weitere Erschöpfte retten. Es gelang jedoch, trotz
fachkundiger Anwendung von technischen Hilfsmitteln nicht, alle Rheinfelder Pontonierkameraden den Fluten zu entreissen. Für elf der Pontoniere wurde die Brücke von Trübbach zum Verhängnis. |