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Mit einem Schlauchboot von Luzern nach Rheinfelden

von Roman Ackeret und Stephan Faller

Die Idee, eine einwöchige Schlauchbootfahrt durchzuführen, geisterte schon als Jungfahrer in unseren Köpfen herum. Unser damaliger Jungfahrerleiter kam aber leider nie dazu, eine solche zu organisieren. So mussten wir selber erst JP-Leiter, bzw. Aktuar werden, um diese Idee zu verwirklichen. Nach umfangreichen organisatorischen Arbeiten war es am Dienstag, dem 28. Juli 1992 endlich soweit. Am Dienstagmorgen hing noch eine dichte Wolkendecke über dem Vierwaldstättersee, als wir das M6-Schlauchboot aufpumpten. Zum Glück lösten sich die Wolken bald auf und machten der Sonne Platz, die uns dann die ganze Woche begleiten sollte. Wir hatten das Boot kaum im Wasser, als wir es schon wieder raushieven mussten. Die Seepolizei wies uns darauf hin, dass die Durchfahrt unter den ersten Brücken zur berühmten Luzerner Kapellbrücke für die Schiffahrt gesperrt sei. Es blieb uns nichts anderes übrig, als das Schlauchboot an vielen staunenden Touristen vorbei durch die nahe Bahnhofpassage über Rolltreppen zum Nadelwehr unterhalb der Kapellbrücke zu tragen. Dort konnten wir unsere Talfahrt endlich fortsetzen. Nach diesem nervenaufreibenden Zwischenfall kamen wir dank dem hohen Wasserstand der Reuss recht schnell voran. Bei der Papierfabrik Perlen machten wir Mittagsrast. Das Perlenwehr liessen wir sicherheitshalber nach eingehender Betrachtung aus. Vor dem Vereinshaus des PFV Ottenbach schlugen wir schliesslich unser Nachtlager auf. Natürlich wurden dort eingehend das Ufer und die Strömungsverhältnisse für das Jungpontonierwettfahren rekognosziert.

Dank einer von der ASAG Rheinfelden als Begleitfahrzeug zur Verfügung gestellten VW-Caravelle war es uns möglich, Flusshindernisse und Rastplätze im voraus auszukundschaften und das Essen einzukaufen. Über zwei Funkgeräte standen die Begleiter in ständigem Kontakt mit der Gummibootcrew.

Am Mittwochabend waren wir ohne grössere Anstrengung in Stilli angelangt. Damit hatten wir selbst unsere kühnsten Erwartungen übertroffen. Unterhalb Brugg gelangten wir in die Aare. Von nun an verlangsamte sich unsere Durchschnittsgeschwindigkeit beträchtlich. Die sechs folgenden Wasserkraftwerke mit Stauseen auf Aare und Rhein erforderten grösseren körperlichen Einsatz, als wir es von der Reuss her gewohnt waren, zumal die Sonne unerbittlich auf das schwarze Boot brannte. Am Donnerstagabend übernachteten wir vor dem Depot unserer Schwader-locher Kameraden. Damit waren wir unserem Ziel schon sehr nahe gekommen. Am Samstagnachmittag erreichten wir nach 132 Kilometern problemloser Fahrt unser Vereinshaus in Rheinfelden. Es war für uns alle ein tolles Erlebnis.

An der Fahrt teilgenommen haben:
Roman Ackeret (JP-Leiter), Stephan Wiekert, Miguel Definti, Stephan Faller (Aktuar), Dominique Hauser, Sacha Fürer, Roman Müller, Fabian Joray, Daniel Ryser und Dominic Räbsamen. 

www.pfvr.ch
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